Pressemeldung

24. September 2012

JU-Bezirksvorsitzender Tobias Zech erklärt zusammen mit der JU- Landesvorsitzenden Katrin Albsteiger und seinen neun Bezirksvorsitzenden- Kollegen:

Die Jungen Union lehnt jede Form von Gotteslästerung und die Schmähung einer Religion kategorisch ab. Den umstrittenen ,Mohammed-Film‘ finden wir geschmacklos und eine öffentliche Aufführung in Deutschland wäre sicherlich eine Dummheit, die es zu verurteilen gilt.

Dennoch stellen wir uns gegen jede Form staatlicher Zensur. Eine Einschränkung der Meinungsfreiheit aus Angst vor der wütenden Masse in der islamischen Welt bedeutet, vor dem Terror in die Knie zu gehen. Im Rahmen der Entwicklung zur Moderne hat unsere europäische Gesellschaft oft schmerzlich erfahren, dass Meinungen toleriert werden müssen, die der Einzelne selbst ablehnt. Im Rahmen unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung haben wir erlebt, dass Freiheit immer auch die Freiheit des Andersdenkenden ist.

Verunglimpfung der religiösen Gefühle von Mehrheiten oder Minderheiten dürfen wir nicht gut heißen. Dennoch wäre es falsch, das hohe Gut der Meinungsfreiheit leichtfertig einzuschränken. Wer die Freiheit um den Preis der Sicherheit einschränkt, wird am Ende beides verlieren: Freiheit und Sicherheit.

Wir respektieren die Kultur der muslimischen Welt. Voller Bewunderung erkennen wir die gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Leistungen im islamischen Kulturkreis lange vor entsprechenden Entwicklungen im Westen an. Im selben Maß fordern wir jedoch den gleichen Respekt für unsere pluralistische Lebensart ein. Wir verurteilen die Erstürmung von Botschaften, den Aufruf zum Lynchmord und das Verbrennen von Fahnen. Wer so handelt, hat unsere Rücksichtnahme nicht verdient. Wer im finsteren Mittelalter stehen geblieben ist, darf nicht bestimmen, wo in Europa die Meinungsfreiheit endet.

Advertisements